Relevanz

Marke sein“ macht nur Sinn, wenn Sie damit eine überzeugende und begeisternde Haltung leben und wahre Relevanz zeigen

Wer sich bloß drauf ausruht, dass er irgendwie, irgendwo, irgendwann auch „eine Marke“ ist, hat schon verloren. Das reicht heutzutage nicht mehr aus. Ganz einfach, weil es alle sind, mehr oder weniger. Und alle schreien nur noch durcheinander: „Beachte mich!“ Jetzt geht es für Sie darum, next level zu sein und neu aus der Masse herauszustechen – und zwar WESEN-tlich, auf zeitgemäße, berührende Weise. Wer das schafft, hat das, was alle wollen (und die wenigsten haben): Relevanz. Das sichert Ihren Vorsprung. 

Bedeutsamkeit ist so wichtig geworden, und zwar auf die berührende, an- und aufregende Art und Weise. Wer bedeutsam ist, ist vor Beliebigkeit gefeit und bekommt echte Relevanz. Aber die meisten Unternehmen sind beliebig, me-too, „Hallo, uns gibt’s auch noch“. Damit verstopfen sie bloß unsere Wahrnehmungs-Kanäle und befeuern selbstzerstörerische Black-Friday-Aktivitäten. Grusel, grusel …    

Wer da ganz entschieden nicht dabei sein will, braucht mehr als „Marke“ mit Vision, USP und Nutzenversprechen. Die haben alle, selbst der Schreiner ums Eck, und sie sei allen gegönnt. Nur bringt etwas, das alle haben, niemandem mehr was. Es ist wie bei uns in München mit den vielen neuen Tunnels unter dem Mittleren Ring. Sie werden gegen den Dauerstau gebaut und ziehen immer noch mehr Autos an. Der Effekt: Noch mehr Dauerstau, bloß eine Etage tiefer – und für ein paar Milliarden Euro mehr … 

Steigen Sie da aus und lieber auf! 

Sie schaffen es, indem Sie Ihre Marken-Persönlichkeit neu aufladen. Mit dem, was die Zeit und die Gesellschaft verlangt und wirklich braucht. Dazu gehören 

  1. die echten Werte: die kraftvollen, polarisierenden, wirklich positionierenden 
  2. die klare Haltung: drückt sich im entschiedenen Ja-Sagen zu dem einen und dem genauso entschiedenen Nein-Sagen zu dem anderen aus 
  3. die profilierende Relevanz: führt dazu, dass Sie wirklich das Gesicht in der Menge aller anderen Marken haben. 

Relevant ist, wer sich ernsthaft mit seinem „Wofür“ beschäftigt; und nicht länger hinter immer neuen Wortschöpfungen versteckt. Ganz nach dem Motto: „Purpose? Haben wir online bestellt, der war im Purpose-Shop im Sale!“ Überhaupt, das ganze Bullshit-Bingo: Viele Begriffe meinen das gleiche, und nur wenige gehen echt einen Schritt weiter und unterstützen Sie dabei, wirklich aufs nächste Level zu kommen. 

Workshop-Moment: Viele Begriffe für das eine Wahre – es kommt drauf an, was man draus macht!

flipchart

Ich plädiere dafür, statt immerzu irgendwie an der „Marke“ zu schrauben, vor allen Dingen eine zeitgemäße Positionierung, eine glasklare Haltung zu schaffen. Sie muss dann auch laufend justiert werden, je nach den Entwicklungen in der Gesellschaft und beim Wettbewerb. Da zählt dann nicht, was Sie glauben zu sein. Vielmehr ist ausschlaggebend, 

  • wie Ihr Wettbewerb sich beim Marke-Sein entwickelt und Ihnen neu gefährlich wird 
  • ob die Kunden Sie weiterhin (oder eben nicht mehr) als relevant und damit WESENtlich wahrnehmen. 

Das ist die Benchmarkwenn Sie sich Ihr kräftiges „Wofür“ (gern auch Purpose genannt) entwickeln. Meine Leitfragen dafür, die schlüssig beantwortet werden müssen: 

  • Welchen Grund gibt es dafür, dass wir überhaupt am Markt sein dürfen? 
  • Wen soll das angehen, interessieren, faszinieren? 
  • Was haben die Menschen davon, dass es uns gibt? 

Wer die besten Antworten hat, hat schon mal die besten Voraussetzungen für sein next level. Auf dieser Grundlage wird Relevanz ganz leicht. 

Wie Sie Ihre Relevanz schaffen: 

  1. Gehen Sie auf die Gefühlsebene: Kraftvolle Werte sind eine wichtige Basis Ihres Tuns (abseits von den ewigen „kreativ“, „innovativ“, „teamorientiert“ …). 
  2. Polarisieren Sie gepflegt: Ein wertschätzendes Nein des einen Kunden ist so wertvoll wie das inbrünstige Ja des anderen (und schützt Sie vor „Ganz-Nett“-Beliebigkeit).  
  3. Involvieren Sie die Kollegen: Welche besten Geschichten erzählen sie draußen, um Ihre Werte spürbar zu machen? 
  4. Machen Sie mit feiner Provokation echt betroffen: Wer es ist, den gehen Sie echt was an.  
  5. Machen Sie allen erleb- und spürbar, was andere von ihnen haben – Ihren Gesellschaftsbeitrag. 

Live aus L.A.: "#todayfortomorrow" mit der klaren Relevanz sein und wie Sie dorthin kommen

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So haben Sie wesentliche Relevanz, wo die anderen irgendwie noch Marke nach Großmutterart sind. Es sorgt für den Sog, spürbare Anziehungskraft: Der gut begründete Nachlass ist ja okay; aber Sie sind dann gefeit vor Rabatt-Diskussionen. Und echt future-ready. Und das sorgt dafür, dass Sie und Ihre Kollegen weiterhin mit sinnstiftender Freude bei der Sache sind. Cool, oder? 

(Beachten Sie zum Thema bitte auch das lesenswerte Werk „Relevanz: Was, warum, wann für wen wichtig wird“ meines geschätzten Kollegen René Borbonus.)

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