Narrativ

Storytelling macht Sie nur dann erfolgreich, wenn Sie wissen wofür Sie damit antreten

Wer doch bloß wieder Dönsches erzählt, das dann aber „Storytelling“ nennt und schließlich meint, dass er damit wahre Aufmerksamkeit bekommt, der irrt. Heute wird viel zu viel gelabert, und genau deswegen hilft beim Marketing-Tool Nr. 1 – dem Storytelling – viel eben nicht viel. Im Gegenteil: Wer mit seinen Geschichten keinen tieferen Sinn stiftet, macht sich bei der Zielgruppe nur noch unbeliebt. Und nervt. Erreicht also genau das Gegenteil von wirklich erfolgreichem Marketing. Das gilt für Unternehmen genauso wie für Menschen. Also: Wie geht das jetzt wirklich mit dem „Narrativ“ (bzw. dem Storytelling) – dieser Wunderwaffe im Kampf um die Aufmerksamkeit, von der so viele reden?

Nicht umsonst ist die Wortschöpfung „Narrativ“ (lat. narrare: erzählen) die Ehrfurcht heischende Umschreibung für sinnstiftendes Erzählen (oder neudeutsch: für Storytelling). Die Betonung liegt

  1. auf dem Sinn: Welcher relevante Zweck wird mit Storytelling verfolgt?
  2. auf dem Stiften: Welcher Beitrag zur Gesellschaft wird mit Storytelling geleistet?
  3. auf dem Erzählen: Inwiefern berührt uns die Art und Weise des Storytelling?

Nur mit diesem Dreiklang wird’s was mit dem Storytelling im Sinne Ihres so geplanten wie erfolgreichen Vorankommens; und zwar auf die gute Art: Sinnvolles Marketing, zugeschnitten auf Ihre Zielgruppe – so soll es sein. Damit machen Sie sich bei potenziellen Kunden nicht nur in den sozialen Medien beliebt, sondern punkten auch im persönlichen Kontakt mit echter Emotion. Und zwar genau dann, wenn Ihre gute Geschichte, ihr Storytelling, auf das einzahlt, was Sie Sinnhaftes kommunizieren wollen.

Aber wie kommen Sie dorthin, Sinn zu stiften mit dem, was Sie mit Ihrem Storytellng erzählen? Es geht erstklassig, wenn Sie

  • nicht nur Ihr „Warum“ (das ist bloß ego-mäßig selbstzentriert), sondern vor allen Dingen Ihr „Wofür“ (der Schwerpunkt liegt hier auf der Emotion) kennen. Das tragfähige Wofür ist dienend – Ihr anspruchsvoll formulierter „Gesellschaftsbeitrag“. Man kann zwar auch „Markenidentität“ dazu sagen, aber meine Begrifflichkeit „Gesellschaftsbeitrag“ trifft es viel besser. Wie sehen Sie das? Auch Unternehmen kommen inzwischen ohne ihr starkes Wofür nicht mehr aus. Erst das macht Sie wirklich future-ready und ihr Storytelling echt erfolgreich.
  • auf dieser Grundlage Ihr Storytelling so gekonnt einsetzen, dass Ihr Wofür damit erlebbar und unwiderstehlich wird. Geschichten gibt es unendlich viele, aber es müssen solche sein, die nur Sie nur auf Ihre ganz besondere, unnachahmliche Art erzählen. Die werden dann auch eindeutig nur mit Ihnen verbunden. Solches Storytelling ist Ihr bestes Marketing-Tool.

Wie geht das jetzt genau, damit Sie mit Ihrem echten Storytelling, auch wirklich vorankommen? Nun, ein wirklich starkes Narrativ ist nicht einfach eine Geschichte, sondern diese echt „große Erzählung“, als die sie der französische Philosoph Jean-François Lyotard 1979 in seinem epochalen Werk „Das Wissen der Postmoderne“ bezeichnet. Er benennt mit Immanuel Kant (der die Erzählung von der Befreiung des rationalen Individuums durch die Aufklärung angezettelt habe) und Georg Wilhelm Friedrich Hegel (auf den der Ansatz zurückgehe, dass die Erzählung ein Ziel hat) zwei Beispiele für gelungene Narrative. Jedoch (ich versteh’s ja auch nicht so ganz :-): So groß und philosophisch muss es gar nicht sein! Stattdessen holen die ganz pragmatischen Faktoren für Ihr gelungenes Storytelling, das gehypte Narrativ, auf den Boden Ihrer erfolgversprechenden Tatsachen. Damit das gelingt, braucht es, neben dem starken Content,

  • das klar zu benennende Problem
  • die Weitsicht, es zu erkennen
  • den Wunsch, es anzupacken
  • die Power, das Ziel zu formulieren
  • das Commitment, es erreichen zu wollen.

Der Wettlauf zum Mond, den John F. Kennedy Anfang der Sechzigerjahre ausruft, erfüllt diese Anforderungen an Storytelling zum Beispiel idealtypisch. Zuerst wird er als große Vision postuliert: „Noch in diesem Jahrzehnt wird ein Amerikaner auf dem Mond sein!“ Sie schafft es, die Nation (seine Zielgruppe) – vor dem Hintergrund des zehrenden Vietnamkriegs und der spaltenden Rassenunruhen im Land – neu zu einen. Dann wird sie mit der genauso großen Mission namens „Apollo“ fulminant wahr gemacht: Emotion pur und gelungenes Storytelling noch dazu!

Live aus L.A.: „Rockstar Selling“ mit dem klaren Wofür und dem starken Narrativ (statt der ewigen Zahlen / Daten / Fakten)

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Die besten Tipps, wie auch Sie Ihr starkes Storytelling schaffen:

  • Hören Sie auf damit, immer bloß die Informationen über die Leistungswerte Ihrer Produkte und Services raus zu posaunen. Man setzt einfach voraus, dass das, was Sie verkaufen, was kann! Verschwenden Sie also in Ihrem Marketing keine Zeit mit Allgemeinplätzen.
  • Formulieren Sie lieber Ihren Idealzustand in der Zukunft: Wo will ich hin, wo soll die Firma dann stehen? Es ist Ihre emotionale Vision, also nicht das rationale Umsatz- und Ertragsziel! Emotion gewinnt!
  • Denken Sie groß, wie Kennedy. Das ist nicht nur erlaubt – es ist notwendig! Ihre Zielgruppe wird es Ihnen danken
  • Fassen Sie den Mut, „es“ anzupacken, mit allen Mitarbeitern. Und auf Basis Ihrer Mission endlich disruptiv zu handeln (und nicht länger nur davon zu reden, besonders auf Social Media)
  • Machen Sie allen erleb- und spürbar, was sie davon haben – Ihren Gesellschaftsbeitrag. Damit wird Ihr Storytelling erfolgreich und belebt Ihr Marketing.

So machen Sie das bloße Buzzword „Narrativ“ mit der Methode Storytelling einerseits für sich selbst nutzbar – z.B. in Social Media, den sozialen Netzwerken und im Video – und andererseits genauso für Ihre Organisation. Groß denken ist dafür so wichtig, groß handeln umso mehr. Und außerdem, dass Sie vom Denken ins Fühlen kommen: Emotion entscheidet! So, vor allem, werden Sie bereit für Ihre / wird Ihr Unternehmen bereit für seine beste Zukunft. Und damit future-ready; das, was alle sein wollen. Es schafft Ihre notwendige Relevanz bei Ihrer Zielgruppe.

Wenn Sie das beim Storytelling beherzigen, müssen Sie weniger tun, um mehr zu erreichen. Und Sie kommen mit Ihrem dienlichen Narrativ schneller voran. Was ist Ihr Ansatz für erfolgreiches Storytelling, Ihre starke Erzählung, die Ihre potenziellen Kunden auf Sie aufmerksam macht? Welchen Ansatz verfolgen Sie, um Ihre spannende Geschichte zu finden und zu erzählen? Setzen Sie schon auf Content Marketing? Wir sprechen drüber!

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