QuerMACHEN

Das Zeitalter der „Querdenker“ ist endgültig vorüber. Unternehmens-Lenkende werden jetzt am Quermachen gemessen!

QuerDENKER sind heute irgendwie alle! Da gibt‘s ja auch jede Menge Ratgeber und Workshops dazu. Klingt so gut, und wenn man dann noch bedenkt, wie prima man sich hinter diesem Buzzword wegducken kann … Viel besser als sonst hinterm Flipchart und der Yuccapalme. All das geht zukünftig nicht mehr! Denn jetzt geht‘s ums QuerMACHEN – „to walk the talk“: Erst führungsstarke Aussagen treffen, die echt Relevanz haben. Dann umsetzen und vorangehen. So wie Ernst Prost von Liqui Moly, eine echte Markenpersönlichkeit.

Das mit den Konzernen, die zur selben Zeit a) massiv in Kurzarbeit gehen und b) massive Dividenden ankündigen, geht gar nicht. Obwohl etliche CEOs und Manager uns damit kommen, dass das Kurzarbeitergeld halt eine Versicherungsleistung sei, die ihnen (genauso wie den Arbeitnehmern) aus der Arbeitslosenversicherung zusteht. Interessanter Argumentationsstrang …  Ernst Prost macht es mit dem Mittelständler Liqui Moly anders: bis auf Weiteres kein Gehalt für den Boss, keine Entlassungen – und Kurzarbeit auch keine: „Wir überlassen dieses sinnvolle Instrument zur Arbeitsplatz-Sicherung den Unternehmen, die es dringend brauchen. Genauso wird es aber auch Schlaumeier-Firmen geben, die jetzt ganz geschickt ihre Personalkosten auf die Allgemeinheit abwälzen.“ Das sitzt. Und dann sogar noch Dividende zahlen? „Pervers!“, sagt Prost. Klare Aussagen einer starken Markenpersönlichkeit.

So geht verantwortungsvolles Handeln 3.0: Laut und deutlich sein, anders als die anderen. Eben quer sein. Und mit Haut und Haaren einstehen für den Laden; langfristig, in guten wie in schlechten Zeiten. Eben quermachen. Als Führungskraft muss man meinungsstark sein und polarisieren, rau sein. Aber bitte immer in der Sache. Und dann konsequent das leben, was man postuliert. Das schafft Vertrauen, und die Konsumenten danken es einem, auch in schwierigeren Zeiten.

Doch auf welcher Grundlage sollten SIE das tun? Am Stimmigsten und Besten geht es, wenn Sie zunächst die Frage nach dem „Wofür“ schlüssig beantworten:

  • Welche Berechtigung hat Ihre Firma überhaupt, am Markt zu sein?
  • Wofür tritt sie an, was ist ihr Gesellschaftsbeitrag?
  • Was würde den Menschen fehlen, wenn es sie nicht gäbe?
  • Was tut sie (und bitte nicht nur im Marketing!) dafür, dass der Gesellschaftsbeitrag spürbar geleistet wird, es den Menschen wirklich besser geht?
  • Vor allem: Was tut sie alles genau dafür ganz bewusst NICHT?
  • Und wie steht’s um Sie? Was ist Ihr Wofür, Ihr ganz persönlicher Gesellschaftsbeitrag? Wie stehen Sie als Führungskraft und als Markenpersönlichkeit für all das ein?

Alles steht und fällt mit dem „Wofür“, der starken Marke und dem daraus resultierenden Marketing

Das stark definierte Wofür ist der Kern der Markenpersönlichkeit. Ich frage von Zeit zu Zeit bei Liqui Moly vor Ort: „Was macht die Marke, Herr Prost?“ Dann sagt er mir so klare wie erstaunliche Sätze, die alles andere als selbstverständlich sind im Mittelstand. Das Verrückte: Sie werden immer wieder neu unterlegt durch die entsprechenden Taten. Kompetenz pur. Hier handelt es sich nicht um einen, der nur schön redet, von der dienenden Rolle des Unternehmers und der Verantwortung den Mitarbeitern gegenüber und so … – und dann doch bloß abrahmt. Sondern um eine wahre Markenpersönlichkeit. Dieses Menschliche ist es, das Liqui Moly sein Gesicht gibt, den Gesellschaftsbeitrag spürbar werden lässt; und damit den Vorsprung vor den austauschbaren Wettbewerbern ausmacht, die bloß Kännchen und Kanister sind. Das spürt man, das ist Marke!

"Was macht die Marke, Herr Prost?" In der Antwort steckt der wahre Quermacher

JCB und Ernst Prost

Der Markenkern von Liqui Moly, sagt mir Prost, ist „Höchstleistung“. Und zwar in drei Richtungen: 1. die eigene, aus seiner Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern heraus (das schafft Vertrauen); 2. die der Mitarbeiter bei ihrem Tun (das macht die Marke erlebbar); 3. die der Produkte, die auch eine Menge können (das spürt der Konsument). Und der Geschmacksträger für all das, sowas wie ein Markenwert, ist LIEBE: „Die Nächstenliebe, die Liebe zum Menschen, die Liebe zum Kunden, die Liebe zum Job, die Liebe zum eigenen Land, die Liebe zum Planeten.“ Ein schwieriger Anspruch, wenn man seinen nachhaltigen Erfolg auf endlichen fossilen Brennstoffen gründet, und ein ziemlicher Glaubwürdigkeits-Spagat. Unangreifbarer dagegen ist der Anspruch, „allen 1.000 Mitarbeitern Freude, Glück, ein Zufriedenheits- und Erfolgserlebnis zu verschaffen, indem sie hier arbeiten. Das ist nicht so schwer, weil Menschen von Haus aus motiviert sind. Ich versuche, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Arbeit Spaß macht, damit die Menschen nicht sagen ‚Uh, schon wieder Montag, da mache ich lieber blau'“. Das Mission Statement für alles spaßbringende Tun steht im „Goldenen Dreieck“ und hängt in Neu-Ulm am Empfang: „erfolgreich wirtschaften – dem Gemeinwohl dienen – liebevoll helfen“.

Hier und grade im Mittelstand steht die Marke des Unternehmens immer im Zusammenhang mit der des Unternehmers – seiner Personal Brand. Für die Markenpersönlichkeit Ernst Prost himself haben wir sie im Rahmen seiner Ehrung als Best Male Human Brand (im Kreis der weiteren Preisträger Andrea Petkovic, Ina Müller und Mario Adorf) entwickelt. Sein Markenkern: „wegweisend“. In der Begründung der Jury heißt es (Auszug): „… Er avanciert zu einem leuchtenden Vorbild und zu Orientierungs-Marke in Krisenzeiten … Er tritt nicht als Öl-Prinz auf, sondern streut mit seinen klaren Standpunkten Sand ins kapitalistische Getriebe. Er ist nicht nur daran interessiert auf der Überholspur weiterzukommen, sondern als moderner deutscher Samariter auch bereit, innezuhalten und den Schwachen zu helfen. Und dafür wird er gerade von den Menschen verehrt, die sich ohnmächtig und unbeachtet fühlen.“

Ob diese Positionierungen von Firma und Mensch glaubwürdig sind und genauso auch erlebbar? Da ist Ihre Meinung maßgeblich: Auch die Markenpersönlichkeit Ernst Prost und die starke Marke Liqui Moly sind nämlich immer das, was man hinter ihrem Rücken über sie erzählt …

Wie Sie auch zum Quermacher werden:

  1. Definieren Sie den Gesellschaftsbeitrag Ihres Unternehmens: Was genau stellt sie als Markenpersönlichkeit aus den ganzen Wettbewerbern heraus und macht sie für die spitze Zielgruppe und den Konsumenten unwiderstehlich?
  2. Profilieren Sie sich als Personal Brand, ebenso als Markenpersönlichkeit: Wofür treten Sie an? (Die Methode ist Human Branding.)
  3. Legen Sie Ihr Narrativ fest: Mit welchen Themen, mit welchen starken Thesen und Geschichten wollen Sie bald auf die Agenda der Entscheider kommen und sich als Markenpersönlichkeit positionieren? Was genau ist der authentische Zusammenhang zwischen Ihrer Marke und Ihrem Marketing?
  4. Involvieren Sie die Mitarbeitenden: Welche Geschichten erzählen sie als Markenpersönlichkeiten, um Ihr Wofür spürbar zu machen?
  5. Seien Sie laut und rau: Genau wie Ernst Prost, nur ganz anders, auf Ihre persönliche Art.
  6. Stellen Sie sicher, dass Sie das leben, was Sie sagen, und das sagen, was Sie leben. Auf dieser Grundlage können Sie geplant mehr Erfolg haben.

Wahre Markenpersönlichkeit sein, so funktioniert’s! Es sorgt dafür, dass Sie sich nicht doch bloß – wie die ganzen „Querdenker“ – hinter den Konfi-Pflanzen, der Präsentationstechnik und dem austauschbaren Social-Media-Profil verstecken. Und dann, wenn Sie doch mal dran kommen, das sagen, was alle anderen auch sagen. Stattdessen haben Sie dann das unverwechselbare dienende Gesicht in der Menge. Es macht Sie als Markenpersönlichkeit wesentlich. Und mit der Zeit bekannt als das, was viele sein wollen, aber die Wenigsten sein werden: als relevanter Quermacher auf der Grundlage Ihrer inhaltsgeladenen Marke. So müssen Sie weniger tun und erreichen mehr. Mehr für alle, in den Herzen wie in den Geldbeuteln.

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